Lossprechung des Jagdkurses 2020/2021

Am 30.10.2021 fand im Schlosssaal in Bühl die Lossprechung des Jungjägerkurses 2021/2021 der Jagdschule der KJV Tübingen statt. Was sich bereits bei der Jahreshauptversammlung gezeigt hatte, bewahrheitete sich auch diesmal wieder: Nach einer Zwangspause für den letztjährigen Jahrgang aufgrund der Corona-Pandemie waren alle Anwesenden froh, endlich wieder einmal gemeinsam zusammenzusitzen und zu feiern.

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Anwesend waren neben den Jungjägerinnen und Jungjägern und ihren jeweiligen Angehörigen auch der komplette neu gewählte Vorstand der Kreisjägervereinigung mit Kreisjägermeister Dr. Markus Küper sowie seinen beiden Stellvertretern Manfred Roth und Dr. Tobias Walker. Auch der neue Ehrenkreisjägermeister Prof. Dr. Walter Jäger ließ sich diesen geselligen Abend nicht entgehen.

Organisiert und moderiert wurde der Abend vom Hegeringleiter Rottenburg, Bernhard Herrmann, der nicht nur gemeinsam mit dem Jagdkurs die festliche Schmückung des Schlosssaales übernommen hatte, sondern auch mit einem kurzweiligen Jagdquiz die frisch gebackenen Jungjägerinnen und Jungjäger nochmals auf Herz und Nieren prüfte. Musikalisch umrahmt wurde der Abend in gewohnter Manier vom Bläsercorps der KJV Tübingen unter der Leitung von Hansjörg Maier.

Nach der Begrüßung durch die Jagdhornbläser sprach der KJM ein kurzes Grußwort, in dem er Kursleiter Uli Maurer für seinen unermüdlichen Einsatz beim Zustandekommen und bei der Durchführung des Kurses unter diesen schwierigen Bedingungen dankte. In seinen Worten an die Jungjägerinnen und Jungjäger forderte er sie auf, sich nach einer Jagdgelegenheit umzusehen, um das im Kurs Erlernte auch in die Jagdpraxis umzusetzen. Dabei stellte er die Bedeutung der KJV und insbesondere ihrer Hegeringe heraus, da dort Kontakte mit den Pächterinnen und Pächtern geknüpft werden können.

Im Anschluss dankte Kursleiter Uli Maurer zunächst dem Jagdkurs für das festliche Schmücken des Schlosssaales und nahm zugleich das Versprechen ab, die Aufgabe wieder für das nächste Jahr zu übernehmen, wie es vor Corona die Tradition war. Vor Beginn des offiziellen Programmteiles konnten sich die Anwesenden dann an einem leckeren Buffet (mit Schwarzwild, wie Uli Maurer betonte) stärken.

Der offizielle Teil begann mit der Ansprache von Uli Maurer, gerichtet vor allem an seine „Frischlinge“. Er zog ein überaus positives Fazit und hob die Gemeinschaft des Kurses unter diesen schwierigen Bedingungen mehrfach hervor. Doch auch mahnende Worte, dass mit dem Erlangen des Jagdscheines eine große Verantwortung auf die Jungjägerinnen und Jungjäger zukommt für Natur und vor allem auch das Wild, das „genau wie wir fühlt und Schmerzen empfindet“. Die Aufnahme der Jungjägerinnen und Jungjäger in die Jägerschaft erfolgte dann durch den „Jägerschlag“. Bernhard Herrmann hatte die Wiederaufnahme dieser Tradition angeregt und zugleich eine passende Kaltwaffe mitgebracht. Einzeln traten die Jungjägerinnen und Jungjäger vor, gingen vor dem KJM auf die Knie und empfingen jeweils 3 Schläge auf die beiden Schultern und den Kopf, verbunden mit den Worten: „Der erste Schlag soll Dich zum Jäger weih’n, der zweite Schlag soll Dir die Kraft verleih’n zu üben stets das Rechte, der dritte Schlag soll Dich verpflichten, nie auf die Jägerehre zu verzichten! Waidmannsheil“. Die Übergabe der Jägerbriefe erfolgte durch die beiden Stv. KJM. Im Anschluss an die Lossprechung bekamen die beiden Jahrgangsbesten, empfohlen durch die Prüfungskommission (vertreten durch Sandra Schäfer) und die Ausbilder des Jagdkurses, einen Bockabschuss bzw. einen Sauabschuss überreicht. Die Jagdhornbläser beendeten den offiziellen Teil mit der Ehrenfanfare für die Jungjägerinnen und Jungjäger.

Danach war Zeit für den vergnüglichen Teil des Abends: Uli Maurer holte Versäumnisse aus dem Jagdkurs bezüglich der Jagdsprache in einem Gedicht nach und bedachte auch die jeweiligen Partnerinnen und Partner der Frischlinge mit einem passenden Gedicht, in dem sie auf das Jägerleben vorbereitet wurden. Manch eine(r) hätte vermutlich die Zustimmung zur Kursteilnahme verweigert, wenn sie das Gedicht vorher gekannt hätten. Anschließend bedankte sich der Kurssprecher der Jungjäger in seiner Ansprache bei Uli Maurer und seiner Frau Birgit sowie bei allen Ausbildern und Prüferinnen und überreichte im Namen des Kurses Präsente.

Nach dem Nachtisch ging es dann weiter mit dem Jagdquiz, welches durch Bernhard Herrmann organisiert und moderiert wurde. Der weitere Abend wurde dann in geselliger Runde beendet, wobei insbesondere das Leierkasten-Ständchen für Uli Maurer nochmals für schmunzelnde Gesichter im Saal sorgte.

Viel Zeit zur Erholung blieb für unsere Ausbilder und für Uli Maurer jedoch nicht, denn bereits am 02.11.2021 ist der neue Jagdkurs an der Jagdschule der KJV gestartet. Auf die Lossprechung können wir uns jetzt schon freuen!