Neues aus dem Jägerinnen-Forum

45 Mitglieder des Jägerinnenforums Tübingen kamen in Münsingen zusammen, um sich über aktuelle Themen der Jagd zu informieren.

Erstellt am 31.05.2019

Unsere Jägerinnenobfrau der KJV Bärbel Behr organisierte dieses Treffen und freute sich über das große Interesse und das großartige Ambiente im Biosphärengasthof Herrmann in Münsingen. Dr. Thomas Buckenmaier, Leiter des Veterinäramts beim Landratsamt Reutlingen gab wertvolle Hinweise zur Gefährlichkeit der Infektionskrankheiten, notwendige Hygienemaßnahmen und Auswirkungen auf den Jagdbetrieb.

Wegen der Gefährlichkeit der Afrikanischen Schweinepest und der Gefahr des Übergreifens auf die Landwirtschaft wurden in den letzten Monaten viele tiefgreifende Maßnahmen und Restriktionen ausgearbeitet, vorbereitet, eingeübt und bekannt gemacht. Es besteht eine hohe Gefahr der Verbreitung der Infektion durch die Seuche, deshalb sind verstärkte Biosicherheitsmaßnahmen notwendig. "Irgendwann wird es zur Infektion kommen" meinte Dr. Buckenmaier.

Im Detail wurden die Übertragungswege, Symptome und Grundhygienemaßnahmen besprochen und diskutiert. Dazu wurden auch Hinweise zu vorbeugenden Mitteln und Erstmaßnahmen bei ungeklärten Todesursachen usw. verhandelt. Weil der Erreger in der Umwelt sehr stabil und lange ansteckungsfähig ist und darüberhinaus durch verschiedene Verlaufsformen gefährliche Ausmaße annehmen kann, sind verstärkte Sicherheitsmaßnahmen zwingend. Vorsorglich wies Dr. Buckenmaier darauf hin, dass im Falle eines Ausbruchs der Seuche die Auswirkungen auf Jagd und Landwirtschaft, Handel und Vermarktung sehr weitreichend sein werden.

Jagd, Sicherheit und Verhalten

Der Sachgebietsleiter für Jagd vom Kreisforstamt Reutlingen Stefan Brunner informierte den vollzogenen Wandel bei den Geschossen. Er besprach auch den Gesundheitsfaktor des Schalldämpfers für die Jäger und warb für die vermehrte Anwendung. Hinweise zum Verhalten auf der Jagd und zur profimäßigen Wildversorgung bis zur Einhaltung der entsprechenden Vorschriften, zum Beispiel die Rückverfolgbarkeit beim Wildverkauf, kamen bei den Jägerinnen gut an. Die Rückfragen nahmen fast kein Ende und es zeigte sich schnell, dass noch so viel Informationsbedarf herrscht und eine Fortsetzung zu einem späteren Zeitpunkt nötig ist.

Im letzten Teil des Programms folgte noch eine Führung mit TrüpGuide und Jägerin Maria Tittor durch das "Alte Lager - albgut". Bei der Besichtigung der zum Teil im Umbau befindlichen historischen Anlagen und Einrichtungen kamen die Jägerinnen nicht aus dem Staunen heraus und freuten sich über die fundierten Informationen. "Wir kommen wieder!" was das gemeinsame Resümee".

Erstellt am 31.05.2019
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